Simbabwe setzt Importsteuer auf Düngemittel aus
Aufgrund der potenziellen negativen Auswirkungen der El-Niño-Wetterbedingungen in der Zukunft hat die simbabwische Regierung die Einfuhrsteuer auf Stickstoffdünger ausgesetzt, um die Produktionskosten zu senken und eine erhöhte Nahrungsmittelproduktion vor Beginn der landwirtschaftlichen Saison sicherzustellen.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat gewarnt, dass El Niño, ein natürliches Klimaphänomen, bei dem die Oberflächengewässer des zentralen und östlichen Pazifiks ungewöhnlich warm werden, weltweit zu Veränderungen der Wetterbedingungen führt und die Landwirtschaft sowie die Ernährungssicherheit bestimmter Länder während der landwirtschaftlichen Saison 2023/24 beeinträchtigen könnte.
In den letzten zwei Jahren hatten Landwirte mit hohen Düngemittelpreisen zu kämpfen. Erstens führte ein Anstieg der Erdgaspreise im Jahr 2021 zu höheren Produktionskosten für Stickstoffdünger. Zweitens gab es die Auswirkungen von Konflikten zwischen den großen Produzenten Russland und der Ukraine.
In Simbabwe stiegen die Düngemittelpreise in diesem Zeitraum um etwa 30 %. Derzeit liegt der Durchschnittspreis für einen 50-kg-Sack Grunddünger bei 45 US-Dollar, und ein Sack Kopfdünger kostet etwa 60 US-Dollar.
Eine Regierungsmitteilung enthüllte, dass Simbabwe, das seit langem mit Nahrungsmittelkrisen konfrontiert ist, bis zu 250.000 Tonnen Harnstoff und Ammoniumnitrat von der Einfuhrsteuer befreien wird. Diese Regelung wird für 12 Monate ab dem Datum ihrer Veröffentlichung ausgesetzt, und beide Produkte sind entscheidend für das Pflanzenwachstum.
In den letzten Jahren ist die Produktion von Mais, einem Grundnahrungsmittel, mit Unterstützung von staatlich subventionierten Betriebsmitteln gestiegen. Dennoch erleben viele Familien im Land weiterhin eine Nahrungsmittelkrise und sind auf Hilfe angewiesen.
Im April dieses Jahres erklärte die simbabwische Regierung, dass Simbabwe 2,3 Millionen Tonnen Mais produziert habe, gerade genug für den menschlichen und tierischen Verbrauch.
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